Vom Küchentisch bis in die Bezirksliga – Peter Meyer zum Ehrenmitglied ernannt – Fünf Jahrzehnte im Dienst des Tischtennissports

Es begann mit einem selbstgebauten Tischtennistisch aus einer Spanplatte, zwei Holzböcken und viel Begeisterung. Heute, mehr als fünf Jahrzehnte später, steht Peter Meyer für eine erfolgreiche Zeit der Tischtennisabteilung der Sportgemeinschaft Schmidmühlen. Für sein außergewöhnliches und langjähriges Engagement wurde er nun zum Ehrenmitglied ernannt. 1975 trat Peter Meyer der Tischtennisabteilung bei. Sein Bruder Alfons spielte bereits erfolgreich, und auch der Vater erzählte immer wieder von den Tischtennisrunden, die er als junger Mann mit der Kolpingsfamilie erlebt hatte. Die Leidenschaft für den Sport war damit praktisch in der Familie angelegt. Die ersten eigenen Ballwechsel fanden auf dem Küchentisch statt. Bald fertigte der Vater aus einer Spanplatte einen eigenen Tisch an, strich ihn grün-weiß und legte ihn auf zwei Holzböcke. „Das war für uns damals fast eine professionelle Möglichkeit“, erinnert sich das neue Ehrenmitglied. Die Anfangsjahre der Abteilung waren von Improvisation geprägt. Punktspiele wurden in der Raiffeisenbank ausgetragen – eine Begegnung im Vorraum, die zweite im Wartebereich der Arztpraxis im ersten Stock. Trainiert wurde unter anderem im Stadl der Familie Holler, im Espachsaal und im Meiersaal. Später fand die Abteilung in der ehemaligen Schule in Pilsheim eine feste Heimat. Mit Gerd Lamecker stand dort erstmals ein ausgebildeter Trainer für die Jugend zur Verfügung. Jürgen Wein kümmerte sich als Betreuer um die Nachwuchsspieler, brachte sie zu den Auswärtsspielen und war nach Niederlagen als Motivator und Tröster gefragt. Mit der Fertigstellung der Turnhalle kehrte die Abteilung schließlich nach Schmidmühlen zurück. Geprägt wurde Meyers Vereinszeit unter anderem durch Walter Weigang, der zehn Jahre die Abteilung leitete, Josef Mäckl und seinen Bruder Alfons Meyer, in dessen Führungszeit auch die Gründung der Sportgemeinschaft fiel. 2010 übernahm Peter Meyer selbst die Abteilungsleitung. Fast 50 Jahre war er als Mannschaftsführer in verschiedenen Teams aktiv und kümmerte sich über lange Zeit auch um die sportliche Planung und die Mannschaftsmeldungen. Besonders stolz ist Meyer auf die Entwicklung der Abteilung: Aus einer Zeit, in der gerade einmal sechs aktive Spieler zur Verfügung standen, entstand eine Gemeinschaft mit sechs Erwachsenen- und einer Jugendmannschaft. Diese übergab er schließlich an seine Nachfolgerin Brigitte Nowak-Sachs. Zu den Höhepunkten gehörten die Aufstiege der Herrenmannschaft bis in die Bezirksliga, Pokalsiege und die erfolgreiche Wiederbelebung der Jugendarbeit. Auch die Organisation des Frühlingsfestes mit Flohmärkten stärkte die Gemeinschaft weit über den Sport hinaus. Seinen Erfolg sieht Meyer dabei nicht als persönliche Leistung. Sein Dank gilt allen Wegbegleitern und Unterstützern – ganz besonders seiner Frau Irmgard, die sein Engagement stets mitgetragen hat und inzwischen selbst aktiv Tischtennis spielt. Sein Wunsch für die Zukunft ist deshalb auch ganz im Sinne des Vereins: Die Jugend soll weiterhin gefördert und die Kameradschaft gepflegt werden.